ASB Ortsverband Mainspitze  
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News (Details)
 

Der Vorstand blickt auf das vergangene Jahr zurück

Bericht des Vorstandes zum Jahresabschluss 2006

Rettungsdienst / Allgemeine Entwicklung

Nur aufgrund eines großen Solidaraktes aller Regionen ist es der Landesgeschäftsstelle gelungen, einen landesweiten Abschluss für die Rettungsdienst-Budgetverhandlungen 2006 zwischen dem ASB und den Krankenkassen zu erreichen. Sicherlich konnten dabei nicht alle individuellen Bedürfnisse der Regionen berücksichtigt werden. Eigentlich notwendige Steigerungen bei den einzelnen Budgetansätzen blieben auf der Strecke. Dennoch ist es außerordentlich erfreulich, dass die landesweite Budgetverhandlung ohne ein Schiedsstellenverfahren erreicht werden konnte. Die Planungssicherheit für die ASB-Leistungserbringer erlaubt dabei eine ordnungsgemäße Haushaltsführung. Die fehlenden Anpassungen in den einzelnen Kostenblöcken müssen allerdings in den folgenden Budgetverhandlungen angemeldet und mit den Krankenkassen diskutiert werden.

Noch keine Besserung gibt es für die Mitarbeiter/innen des Rettungsdienstes. Die Rettungswache in Gustavsburg ist baulich in einem schlechten Zustand. Der notwendige und im Bereichsplan des Rettungsdienstträgers festgeschriebene Neubau einer Rettungswache in Ginsheim Nord, ist leider immer noch nicht realisiert. Vor allem die Grundstücksfrage konnte bislang immer noch nicht geklärt werden. Rettungsdienstträger und die Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg konnten sich noch nicht auf ein passendes Grundstück einigen. Die Vertreter der Krankenkassen haben bezüglich der notwendigen neuen Rettungswache eigene Vorstellungen, die den Interessen des ASB dabei entgegen laufen. Sicherlich ist es verständlich, dass sich die Krankenkassen vorrangig nur für die Rettungswache zuständig sehen. Was aber ist mit dem restlichen Verein? Wohin soll die Verwaltung von Mitgliedern, der Bereich Essen auf Rädern und Hausnotruf? Und was soll mit dem Katastrophenschutz geschehen, der ja immerhin in Teilen ein Bestandteil der rettungsdienstlichen Versorgung ist? Die Fahrzeuge, das Material, aber auch die Räumlichkeiten für die vielen Helfer, müssen vorgehalten werden. Eine Trennung von Rettungswache und den Gebäuden des Ortsvereins, würden die Kosten für Gebäudeunterhalten deutlich erhöhen und eine Absplittung vom Rettungsdienst für Helferinnen und Helfer bedeuten. Dieser ist allerdings das Bindeglied und der Magnet für die jungen Menschen.

Ende des Monats wird unter Mitwirkung der Krankenkassen ein gemeinsamer Ortstermin stattfinden, der ASB hat große Hoffnung, dass sich die Gemeinde nach mehreren Jahren nun im Interesse einer besseren medizinischen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sich zu einer finalen Abschlusserklärung durchringen kann. Der ASB ist an einer schnellen und für alle beteiligten Parteien sinnvollen Lösung interessiert.

Um die Bedeutung des Rettungsdienstes etwas hervorzuheben:
Wir haben im Jahr 2006 1.662 Notfalleinsätze und 979 Krankentransporte mit unseren Rettungswagen in Gustavsburg und unserer Außenwache in Bischofsheim durchgeführt.
Die ehrenamtlichen Aktivitäten im Jahr 2006 belaufen sich auf 3.531 Stunden alleine im Rettungsdienst als Fahrer, Beifahrer und Praktikant/in und in der Ausbildung.

 
Breitenausbildung
:

Eine erfreuliche Entwicklung zeigt sich im Bereich der Breitenausbildung. Die Anzahl der durchgeführten Erste-Hilfe-Kurse ist erneut gesteigert worden. Es wurden in rund 50 Kursen insgesamt fast 300 Teilnehmer erfolgreich ausgebildet. Im letzten Jahr haben wir weitere 3 ehrenamtliche Helfer zu Ausbildern ausbilden lassen, die natürliche Fluktuation kann dies jedoch nur kompensieren. Nun fehlt es an einer ausreichenden Anzahl von freiwilligen Helfern, die die gestiegene Nachfrage an Kursen abdecken können.  Von unserer Seite wurden die notwendigen Massnahmen ergriffen, eine grundlegende Renovierung unseres Schulungsraumes im Haus der Vereine bald abgeschlossen. Hierbei möchte sich der Vorstand nochmals ausdrücklich bei Herrn Dave Ahrensfeld und Thorsten Seemann bedanken, die in ihrer Freizeit die Renovierung vorangetrieben haben:

Keine Spur mehr von den Holzwänden, die den Raum so dunkel haben wirken lassen. Die Wände wurden mit Rigipsplatten verkleidet, verputzt, tapeziert und in hellen, freundlichen Farben gestrichen. Neue Jalousien und Vorhänge schmücken die Fenster. Für die richtige Beleuchtung sorgen neue Deckenlampen. Verschwunden sind auch die alten Holzstühle und Tische. Moderne und bequeme Stühle und Tische haben deren Platz eingenommen. Auch die neuen Medien können sich sehen lassen: Computer und Beamer, Projektor, moderne Wandtafel und Flipchart anstelle der alten Kreidetafel. Der Raum wurde insgesamt neu gestalten, so dass ein noch effektiveres Arbeiten ermöglicht wird.

 

Essen auf Rädern:

Beim Menüservice Essen auf Rädern wurde trotz großer Anstrengungen kein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht. Zwar greifen die Werbemaßnahmen immer wieder, jedoch ist eine Stabilisierung der Lieferzahlen durch die Kundenfluktuation nicht zu erreichen gewesen.  Im Dezember 2001 belieferten wir 61 Kunden in unserem Einzugsgebiet mit warmen Mahlzeiten, sowie mit Schonkost und speziellem Diätessen.
Im Gesamtjahr 2006 beläuft sich die Zahl von ausgelieferten Essen auf rund 23.000.

 

Hausnotruf:

Bei den Anschlüssen im Hausnotruf wurde eine deutliche Leistungssteigerung erreicht. Hiermit ist die Basis für eine dauerhafte Verbesserung dieses Leistungsbereiches erreicht worden. Wir betreuen mittlerweile fast 200 Teilnehmer, die uns im Jahr 2006 zu 477 Betreuungseinsätzen anforderten.
Der erfolgreiche Weg beim Hausnotrufdienst muss konsequent fortgeführt und noch weiter gesteigert werden. Erneute Vertriebstätigkeiten und die Einbindung von externen Institutionen und Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen als Vermittler unseres Angebotes sind hierbei unumgänglich.

 

Katastrophenschutz / SEG / Verpflegungskomponente

Der doch mittlerweile sehr große Fuhrpark vor der Rettungswache in Gustavsburg resultiert aus unserem Engagement in den Schnell-Einsatz-Gruppen Sanität, dem 2. Katastrophenschutzzug des Landkreises Groß-Gerau, den wir gemeinsam mit Kollegen des MHD aus Rüsselsheim stellen, sowie unserer seit Dezember 2006 im Dienst befindlichen Verpflegungskomponente. Bei Letzterer kam die Initialzündung zur Gründung aus den Reihen unseres hauptamtlichen Personals, die die Notwendigkeit erkannten, bei größeren Schadenslagen oder bei lang anhaltenden Einsätzen eine Verpflegung der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Denn mit leerem Magen arbeitet keiner lange und gut. Nach Verhandlungen mit dem Kreis und der unteren Katastrophenschutzbehörde ist es uns gelungen, unsere Verpflegungskomponente in das System der Feuerwehren zu integrieren.
Einen wahren Kraftakt haben wir im Sommer 2006 stemmen dürfen, die Fußballweltmeisterschaft. Während den Spielen in Frankfurt waren wir zusammen mit anderen Sanitätseinheiten des Landes Hessen für den, zum Glück nicht eingetretenen Fall der Fälle, auf dem Betriebsgelände des Frankfurter Flughafens stationiert. Während der gesamten WM, also über die kompletten 4 Wochen, haben die Rettungsassistenten und –Sanitäter rund um die Uhr einen weiteren Rettungswagen besetzt. Solch ein Engagement kann gar nicht deutlich genug hervorgehoben werden. Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer.

Auch hier ein paar Zahlen für das Jahr 2006: wir wurden zu insgesamt 38 Einsätzen alarmiert, 18 Personen wurden von uns zur medizinischen Versorgung in die entsprechenden Zielkliniken gebracht. Versuchen wir das mal in Relation zum Land Hessen zu setzen:
Unsere Schnell-Einsatz-Gruppe ist die am häufigsten in ganz Hessen alarmierte ASB Einheit!   Keine ASB - SEG in Hessen kann auf einen so großen Einsatzerfahrungsschatz zurückgreifen.
Auch die neue Verpflegungskomponente hat ihre Feuerprobe bereits erfolgreich bestanden: In den ersten vier Monaten des Jahres 2007 wurden wir bereits zu 4 Verpflegungseinsätzen alarmiert, rund 300 Mahlzeiten wurden von uns zubereitet.

Schulsanitätsdienst:

Um neue Helfer und den Nachwuchs anzusprechen, wird der Ortsverband verstärkt in den Schulsanitätsdienst investieren. Hier werden Schülerinnen und Schüler in Erster- Hilfe ausgebildet und übernehmen der Versorgung von akut verletzten oder erkrankten Mitschülern oder Lehrkräften in den Schulen. Seit diesem Jahr haben wir eine erste Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Schule in Rüsselsheim. Mit weiteren Schulen stehen wir in Kontakt.

 

Sanitätsdienst

Dies ist eine der originären Aufgaben des Arbeiter-Samariter-Bundes. Im Jahr 2006 haben wir wieder zahlreiche Veranstaltungen durch eine sanitätsdienstliche Betreuung begleitet. Zu über 130 Veranstaltungen wurden wir gerufen. Unser größter Auftraggeber ist das Stadttheater in Rüsselsheim. Die Dienste dort werden primär von ausgebildeten Zivildienstleistenden und ehrenamtlichen Helfern absolviert.

 
Qualitätsmanagement

Das landesweite Qualitätsmanagement des ASB wurde in 2006 weiterentwickelt und in vielen Bereichen implementiert.

 
Kindertagesstätten:

Die regionale Entwicklung im pädagogischen Bereich lässt durchaus Hoffnung aufkommen. Es wurde sogar speziell eine erfahrene Mitarbeiterin für die Projektarbeit in der Kinder- und Jugendbetreuung von ihrer bisherigen Arbeit freigestellt, um die Leistungen des ASB in der gesamten Region bekannter zu machen. Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Verbesserung der Kinderbetreuung in Kindertagesstätten und Schulen werden deshalb weiterhin die Schwerpunkte des ASB sein. Die Verhandlungen mit den Gemeinden hier im Umkreis sind noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis gekommen. Wir glauben jedoch im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion im Bundestag, die Vertreter der Gemeinden von der Leistungsfähigkeit des ASB überzeugen zu können. Unser Nachbarortsverband Darmstadt, mit dem wir auf regionaler Ebene hervorragend zusammenarbeiten, betreibt bereits erfolgreich drei Kindertagesstätten. Wir hoffen, dass die Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg und auch die Gemeinde Bischofsheim sich dem Vorreiter Darmstadt anschließen werden.

 
Ehrenamtliche Helfer:

Nach wie vor sind die Kocheinsätze bei Burgfest, ASB-Fest und dem Weihnachtsmarkt beliebt und gefragt. Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen aus dem KatS- Bereich helfen hierbei aktiv mit. Langsam bildet sich wieder ein fester Kern an aktiven Stammkräften für Organisation und Durchführung. Der Vorstand hat sich trotz erneut schwieriger Refinanzierung weiterhin für die Durchführung der Feste ausgesprochen, da sie sich der ASB hierbei bestens in der Öffentlichkeit präsentieren kann. Das nächste Fest steht auch schon vor der Tür, das Burgfest auf der Ochsenwiese hier in Gustavsburg. Wir freuen uns schon darauf, gemeinsam mit unseren Helfern ein schönes Fest zu erleben.
An dieser Stelle dankt der Vorstand allen Helfern für ihre geleistete Arbeit, ohne die vieles in unserem Verein nicht mehr leistbar wäre. Zur Förderung der ehrenamtlichen Helfer hat sich der Vorstand entschlossen, jährlich diese für ihre geleistete Arbeit zu fördern. Uns ist bewusst, dass wir nicht auf einen Schlag alle Helfer fördern können, das würde den finanziellen Rahmen unseres Vereins sprengen. Daher werden wir UNABHÄNGIG von persönlichen Präferenzen jedes Jahr weiteres ehrenamtliches Engagement fördern und wir glauben somit über die nächsten Jahre jedem Helfer die entsprechende Wertschätzung seiner Arbeit entgegen zu bringen. Und wenn er oder sie im ersten Jahr nicht dabei ist, im nächsten Jahr wird das nächste Budget zur Verfügung stehen. Daher glauben wir, dass wir auch weiterhin auf einen großen Pool von ehrenamtlichen Helfern die kollegial zusammenarbeiten wollen und können zurückgreifen werden dürfen.  Um weitere und neue Aufgabenfelder, für den Dienst am Menschen bearbeiten zu können, möchte der Vorstand auch heute wieder seine Mitglieder dazu aufrufen, uns bei unserer Arbeit aktiv zu unterstützen, sei es als Ausbilder, Leiter einer Jugendgruppe oder als Helfende Hand bei unseren Festivitäten.  Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung und stehen Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.  


Mitgliederzeitschrift:

Erstmals hat der OV Mainspitze eine eigene Mitgliederzeitung. Die SAMA-Mainspitze soll die Mitglieder des Ortsvereins über die Aktivitäten zweimal jährlich informieren und somit eine höhere Bindung zwischen Mitgliedern und Ortsverein erreichen. Die erste Ausgabe stieß auf eine durchweg positive Resonanz.
Die nächste Ausgabe wird im Juni erscheinen, wir freuen uns, dass wir bei der 2. Ausgabe zahlreiche Gastkommentatoren gewinnen konnten. Sicherlich fällt es nicht jedem leicht, ein paar Zeilen aufs Papier zu bringen, doch die ersten Redaktionssitzungen auch mit unseren Kollegen aus der Region Darmstadt-Starkenburg haben uns gezeigt, es macht Spaß zu sehen, wie dieses Magazin mit jeder Ausgabe wächst. Hier ein herzliches Dankeschön an die Autoren Christopher Klinger, der uns aus Kanada mit einem Gastkommentar unterstützt hat, aber auch den Leiter unseres Katastrophenschutzzuges Thorsten Seemann und an das Vorstandsmitglied Bogdan Matasa.

Angaben zum Personalbestand

-     Zivildienstleistende

In 2006 waren zum Jahresende 5 Zivildienstleistende tätig. Auf den Sozialen Fahrdienst entfielen hiervon 4 Plätze. Im Krankentransport und Sanitätsdienst war 1 Zivildienstleistender tätig.

-     Hauptamtliche Mitarbeiter

Zum Jahresende 2006 befanden sich 14 Festangestellte in einem Arbeitsverhältnis. Die Mitarbeiter/innen verteilen sich in folgende Bereiche (angerechnet sind hierbei alle Voll- und Teilzeitbeschäftigte):

Rettungsdienst und Krankenbeförderung          12        Mitarbeiter/innen
Menüservice                                        2       Mitarbeiter/innen

 

-     Mitglieder Zum Jahresende 2006 beläuft sich die Mitgliederzahl auf 6.819.

 


DER   VORSTAND

weiterführende Links:


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